HIGH-DOSING
Macrodosing, auch bekannt als "Highdosing", "Normaldosis" oder "Full-Experience" stellt das Pendant zum Microdosing dar. Hierbei geht es, wie der Name schon verrät, um die Erforschung einer hohen Dosierung (z.B. 225mcg 1S-LSD) einer psychoaktiven Substanz.
Die Grundessenz dieser Forschungsreise kann die persönliche spirituelle Heilung sein. Anwender sprechen von einer tiefen Meditation, des Auflösen des Egos oder die Reflektion und das Verarbeiten innerer Traumata.
Psychedelische Substanzen werden bereits seit hunderten von Jahren in verschiedenen Ländern zur Heilung eingesetzt vgl. auch Ayahuasca-Zeremonie.
Bei der Erforschung der Highdosis bedarf es nicht unbedingt eines zeremoniellen, geführten Rahmens. Vielmehr ist ein abgestimmtes Set und Setting entscheidend. Dies bezeichnet die mentale Verfassung des Anwenders (Set = Abk. engl. „mindset“) und die Umgebung („setting“). Die Begriffe hat der US-Psychologe Timothy Leary im Zusammenhang mit der Anwendung der psychoaktiven Substanz LSD (Lysergsäurediethylamid) geprägt.
In Bezug auf das Setting eignet sich ein vertrauter Ort, an dem man sich wohlfühlt. Vorzugsweise mit entspannter Musik und einladenden Lichtern, wie Kerzen oder Lichterketten. Auch beliebt sind ruhige Plätze in der Natur, da Psychedelika die Eigenschaft haben, dass sich der Anwender stark mit seinem Umfeld verbindet. Besonders passend dafür ist das Wochenende oder ein Tag, der vor einem freien Tag liegt. Anwender betrachten es auch als besonders schön, die Erforschung zu Zweit mit einer Person die ihnen nahe steht, durchzuführen, da es ein sehr verbindendes Erlebnis sein kann. Wir empfehlen eine Vorabrecherche auf verschiedenen Kanälen wie Youtube oder Podcasts. Hier finden sich verschiedene Videos und Inhalte, die eine mögliche Anwendung beschreiben und Hinweise geben auf was es zu achten gilt.
Auch in Bezug auf das Set ist es wichtig zu sagen, dass man seine Erfahrung bewusst steuern kann. Eine positive Einstellung gegenüber der Forschungsreise ist hilfreich. Damit ist gemeint, dass man die Erforschung als ein Erlebnis betrachten sollte, das einen im Leben weiterbringt.
Auch die Verarbeitung innerer Schmerzen und Konflikte sollten als etwas Positives gesehen werden. Bei der Erstanwendung ist es teilweise sogar wünschenswert, sich so zu öffnen, dass unterdrückte Gefühle exprimiert werden und so nach Außen kommen.
Anwender berichten darüber, dass sie zeitweise sogar in Tränen ausgebrochen sind, weil sie endlich Zugang zu prägenden Erlebnissen ihres Lebens z.B. auch der Kindheit gefunden haben und sie diese zum ersten mal tiefgehend analysieren konnten. Nach 5-9 Stunden ist die Forschungsreise üblicherweise vorbei und es bleibt ein Gefühl der inneren Befreiung und Erkenntnis. Es steht jedem offen, wie oft Macrodosing durchgeführt möchte. Bei manchen ist es ein Abstand von 2-4 Wochen, andere wiederum bevorzugen einen Abstand von 1-2 oder mehreren Monaten. Besonders am Anfang der Verarbeitung sehen es viele als hilfreich an, den Abstand nicht zu groß zu halten, um möglichst viel auf einmal verarbeiten zu können. Eine sich entwickelnde körperliche Abhängigkeit von dem zur Verfügung gestellten Derivat ist bisher durch keinerlei Forschungsergebnisse belegt. Wie immer gilt der Grundsatz des achtsamen und verantwortungsvollen Umgangs mit dieser Substanz.
SICHERHEITSHINWEIS: Eine hochdosierte psychedelische Reise sollte niemals alleine durchgeführt werden - zumindest, wenn nicht ausreichend Erfahrung vorliegt. Zudem sollten sich "Reisende" in einem stabilen psychischen und körperlichen Zustand befinden.
Menschen die unter Psychosen leiden, diese in der Familie tragen oder sonstige schwerwiegende psychiatrischen Erkrankungen vorliegen haben, sollten keine hochdosierte psychedelische (Macrodosing) Erfahrung durchführen.
Achte vor dem Konsum darauf, dass du dich in einer Umgebung befindest, in der du dich wohl fühlst und dass es dir seelisch und körperlich gut geht. Konsumiere nicht, wenn du Angst vor der Wirkung hast. Am besten ist es, wenn du eine erfahrene und dir vertraute Person an deiner Seite hast.
Gegen Kreislaufbeschwerden können Traubenzucker helfen. Bei einer Überdosierung oder einem Horrortrip empfehlen sich Getränke mit hohem Vitamin-C-Gehalt (Orangensaft). Frische Luft und eine ruhige Umgebung helfen. Wende dich an Freund/innen, die dir beistehen. Auf Grund des gestörten Orientierungsvermögens sollten Straßen und andere „gefährliche“ Orte gemieden werden, um das Unfallrisiko zu senken.
Unerfahrene Reisende sind auf einem Retreat optimal aufgehoben, da sie unter der Betreuung von Psychologen und Guides durchgeführt werden. Somit liegt ein geschützter Rahmen vor, um sich fallenzulassen. Gerne empfehlen wir hier was passendes.
Schlussendlich ist zu sagen, dass Anwender diese Erfahrung häufig als lebensverändernde Erfahrung, die sie zu einem glücklicheren und grundlegend besseren Menschen gemacht haben, bezeichnen.
Das Upgraded Humans Team wünscht Dir aufschlussreiche und lehrreiche Ergebnisse Deiner Forschung.