ACHTUNG!
ERST LESEN – DANN EINSETZEN!
Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Implantat.
Bitte lies dir die folgenden Informationen aufmerksam durch, um von Anfang an sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.
Inhalt
1. Sterilität
2. Auslesen vor dem Einsetzen
3. Einsetzen
- x-Series Implantate
- Flex Implantate
4. Heilungsprozess
5. Auslesen und Beschreiben
6. Sicherheit
- Vertäglichkeit/ Allergien
- MRT/ CT/ Röntgen
7. Entfernen
8. Sonstige Hinweise
1. STERILITÄT
Der Inhalt der Packung ist vollkommen steril!
Egal welches Implantat von uns du vor dir liegen hast, der Inhalt der Packung ist vollkommen steril!
Bitte überprüfe also, ob die Verpackung unbeschädigt ist. Ein Öffnen der Packung (ohne direkte Einsetzabsicht) oder das "Nachschauen", ob in der Spritze wirklich ein Implantat drin steckt, führt zur Kontamination! Das Implantat darf dann nicht mehr so ohne weiteres eingesetzt werden! Es muss dann, genau wie die Spritze vorab neu sterilisiert werden.
Nur sterile Spritzen und Implantate sind ein Garant dafür, dass sich die Einstichstelle nicht entzündet und es später zu keinen Komplikationen kommt.
Auf dem Injektionsbeutel der X-Serie Implantate kann ein Datum aufgedruckt sein. Dies ist das Datum der Sterilisationsverarbeitung. Hiermit können Chargen verfolgt werden. Es ist kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Wichtigste ist die Unversehrtheit der Packung.
Öffne die Verpackung also erst, wenn du wirklich zum Einsetzen bereit bist!
Mehrere Gegenstände im Kit sind steril, aber in durchlässigen Beuteln oder Material verpackt, die so ausgelegt sind, dass der Sterilisationsprozess die Verpackung durchdringen und die Objekte im Inneren sterilisieren kann. Dies macht die Verpackung extrem zerbrechlich und anfällig für Verunreinigungen. Durch die einfache Handhabung der Verpackung können Öle und Verunreinigungen von der Hand eingeführt werden, die den Sterilisationsbeutel beschädigen und den Inhalt im Inneren verunreinigen. Am besten lässt du das Kit bis zur unmittelbaren Verwendung daher fest verschlossen.
2. AUSLESEN VOR DEM EINSETZEN
Ein x-Series-Implantat kann nicht ausgelesen werden, solange es sich noch in der Packung/ Spritze befindet! Das Metall der Spritze verhindert jegliche Kommunikation mit einem Lesegerät.
Nichts ausgelesen zu bekommen ist also kein Merkmal dafür, dass sich kein Mikrochip-Implantat in der Spritze befindet, oder dass das Implantat defekt ist. Keine Panik also. So muss das sein.
Flex-Implantate hingegen, können durch die Verpackung ausgelesen werden.
3. EINSETZEN
Für x-Series Implantate gilt: Das Einsetzen ist durch die Verwendung der Spritze sehr komfortabel
Nichts desto trotz sollte das Einsetzen ausschließlilch durch einen erfahrenen Piercer oder jemanden mit medizinischem Fachwissen oder Erfahrung erfolgen (kann auch Tierarzt, etc. sein (in Österreich muss es ein Piercer oder jemand mit einer Zertifizierung sein). Bei Bedarf setzen wir dir das Implantat auch gerne ein:
Idealerweise werden xSeries Mikrochip-Implantate zwischen Daumen und Zeigefinger (Handrücken) eingesetzt
Ob die linke oder rechte Hand genommen wird ist für den Alltag unerheblich. Wichtiger sind die anatomischen Gegebenheiten. Bitte beachte, dass alle Implantate einen Mindestabstand von 1-2 cm zueinander haben sollten und Implantate mit gleicher Frequenz nicht nebeneinander gehören, da die Überlagerung der Frequenzen das Auslesen erschwert.
Hast du ein Flex-Implantat bestellt, sollte das Einsetzen durch einen erfahrenen Piercer/ Bodymodder erfolgen!
Flex-Implantate sind sehr fragil. Du hast ein 100%ig heiles und funktionierendes Flex-Implantat erhalten! Sei dir bewusst, dass beim Einsetzen Fehler gemacht werden können, die das Implantat mittelfristig beschädigen können! Ein erfahrener Piercer oder Arzt muss wissen:
- wie sich unterschiedliche Betäubungsmittel auf das Silikon auswirken.
- wie groß die Tasche sein muss
- ein FlexImplantat zu biegen, falten, oder knicken ist keine gute Idee! Auch sollte nicht mit nicht mit einer Zange gearbeitet werden!
- dass ein FlexImplantat nicht in die Handkante gehört oder an Positionen, wo viel (muskuläre) Bewegung ist versteht sich von selbst
- unter keinen Umständen darf das FlexImplantat vor dem Einsetzen nochmal sterilisiert werden! Kein Autoklave!
- dass die Tasche nach dem Einsetzen ein paar Mal gespühlt werden muss! Eventl. auch auf Drainagen achten!
- dass das PiercingStudio eine Versicherung abgeschlossen haben sollte, die auch Mikrochip-Implantate beinhaltet! Viele Studios wissen nicht, dass es sowas überhaupt gibt. Frage danach! Sollte es später Probleme mit dem Flex-Implantat geben, ist der Piercer haftbar, wenn er oder sie nachweislich Fehler gemacht hat.
- Die neueren Flex-Implantate sollten per Nadel eingesetzt werden. Eine Anleitung dazu findest du hier Installations-Guide Flex-Implanate
4. HEILUNGSPROZESS
Phase 1: Unmittelbar nach dem Einsetzen - Die Einstichstelle ist noch offen und kann ein wenig bluten
Bitte nach dem Einsetzen nicht mit großem Druck auf das Implantat bzw. auf die Einstichstelle drücken. Ganz leichter Druck für ca. 5-10 Minuten direkt nach dem Einsetzen ist hingegen ok, es unterstützt das Verschließen der Einstichstelle.
Bitte noch nicht versuchen, das frische Implantat auszulesen. Durch das Pflaster und die Kompresse darunter ist ein Auslesen so gut wie unmöglich.
Phase 2: Die ersten Tage nach dem Einsetzen - Leichte Schwellung
Die Einstichstelle sollte trocken gehalten werden, d.h. vorsichtig beim Duschen oder Geschirrspühlen etc. (eventuell wasserfeste Pflaster benutzen).
Die Kompresse unter dem ersten Pflaster kann beim Pflasterwechsel nach frühestens 24 Stunden entfernt werden. Das Implantat unter der Haut noch nicht bewegen oder Druck drauf ausüben.
Eine mögliche Schwellung sollte nach 3-5 Tagen zurückgehen. Die Hand sollte ein paar Tage lang geschont werden. Keine Gewichte stemmen, kein Volleyball oder Kickboxen etc., keine schweren Koffer tragen oder eine Flasche aufdrehen. Gib der Hand Ruhe. In der Regel merkt man selbst, was der Hand zumutbar ist und was nicht. Im Zweifel... Take it easy!
Das Auslesen funktioniert in dieser Phase noch schwer, da die Hand noch geschwollen ist (auch wenn man keine Schwellung sieht). Ein Implantat mit LED leuchtet in dieser Phase wenn überhaupt nur schwach, da noch "Kruste" und Gewebe um das Implantat die Leuchtkraft mindert. Das wird besser.
Phase 3: 6-8 Wochen später - Einkapseln
Die Wunde sollte jetzt komplett verheilt sein. Die kleine Narbe wir im Laufe der nächsten Monate fast vollständig verschwinden. Die Lesbarkeit des Implantats wird jetzt immer besser. Der Einkapselungsprozess beginnt.
5. AUSLESEN UND BESCHREIBEN
Das Auslesen und Beschreiben kann bei einem NFC-Implantat mit einem NFC-fähigen Smartphone erfolgen
Normalerweise sitzt bei Android-Phones die NFC-Antenne am Akku (in der Mitte), beim iPhone am oberen Rand. Wo genau, musst du testen und probieren. Jedes Smartphone ist anders. Ganz hilfreich sind unsere xLEDs dazu. Solltest du ein Comfort-Kit bestellt haben, enthält dieses ein xLED. Je stärker das Leuchten, desto besser die Verbindung zum Reader.
Alle Akkus haben unterschiedliche Formen, so dass es am Anfang etwas dauern kann, bis der richtige Punkt im richtigen Winkel gefunden werden kann. Und nicht vergessen, NFC muss eingeschaltet sein.
Wir empfehlen zum Einstieg die App "NFC Tools" (Android, iPhone, Mac). Diese ist leicht zu verstehen, leicht zu bedienen und es wird eigentlich alles unterstützt, was man am Anfang braucht. Sogar Desktop.
Probiere aber auch gerne andere Apps."NFC21 Tools" z.B. ist eine gute Alternative.
Für die Automatisierung von Prozessen gibt es hunderte von YouTube Videos, was man mit NFC alles machen kann. Ein paar Möglichkeiten haben wir hier zusammen-getragen:
Zu den "aber wie kann ich denn?" Videos...
Besitzt du ein Implantat auf 125kHz (ohne NFC) gibt es andere spannende Einsatzmöglichkeiten. Hier wird jedoch ein bisschen Zubehör benötigt:
- Dgitale Schließzylinder für die Haustür, den Spind, den Briefkasten etc.
- Bausätze zum Auslösen von elektr. Aktionen (Strom fließt, Strom fließt nicht)
- RFID Analyse Karten im praktischen Kartenformat
- Diverse RFID Reader/Writer
- RFID-Karten-Cloner
- RFID Zutrittssystem
Im Zweifel beraten wir gern:
Hinweis
Unsere xNTs, FlexNTs und der NeXT verwenden den NTAG216-Chip von NXP, der für die Verwendung in typischen NFC-Anwendungen wie Smart Posters, Labels und anderen Einmal-Anwendungen entwickelt wurde.
Hierbei wird der Speicherinhalt normalerweise geschrieben und dann gesperrt, so dass er nicht geändert werden kann. Dies erfolgt über integrierte "Lock Bytes", die OTP (one time programming - einmalig programmierbar) sind. Das heißt, sobald die Sperrbytes zum Schutz von Speicherblöcken eingeschaltet sind, können sie niemals wieder entsperrt werden. Sobald ein Speicherblock gesperrt ist, wird er für immer schreibgeschützt, was für ein Implantat nicht ideal ist. Viele NFC-Apps bieten Möglichkeiten zum "Sperren" oder "Schützen" deines Tags, wodurch der Tag für immer schreibgeschützt wird – du das also tunlichst vermeiden solltest. Also niemals dein Implantat SPERREN!
6. SICHERHEIT
6.1 Verträglichkeit
x-Series Implantate sind mit einem blei- und nickelfreien biokompatiblem Glasmatel beschichtet und vollkommen gewebe- und allergieverträglich. Die Biokompatibilität wurde labortechnisch in tierischem Gewebe nachgewiesen.
Unsere Flex-Implantate bestehen aus einem laborgeprüften und ISO-zertifiziertem Biopoymer (ISO 10993-10:2010(E) und sind absolut gewebeverträglich und biokompatibel.
6.2 MRT/ CT
Sollte ein MRT- oder CT-Termin anstehen erhälst du hier wichtige Informationen: Kurz zusammengefasst.... es gibt keine Probleme.
Immer wieder kommt die Frage auf, was mit dem Implantat bei einem MRT Termin ist. Das ist pauschal nicht zu beantworten, kommt es drauf an, wie stark das Magnetfeld ist (mit wieviel Tesla also gescannt wird), und wo (also für welche Körperstelle) du ins MRT musst.
Bis 7 Tesla hat DangerousThings die Implantate getestet und zertifiziert. Ein entsprechendes Dokument kannst du hier runterladen. Da ein Implantat aber kein Medizinprodukt ist, ist es fraglich, ob der Radiologe dieses Dokument anerkennt.
Im MRT passiert genau genommen überhaupt nichts. Da wird nichts heiß oder explodiert gar. Der Metallanteil im Implantat ist so niedrig, dass es sich nicht auswirkt. Es sei denn, es ist die Hand bzw. die Stelle im Körper, wo das Implantat sitzt, wo der Scan erfolgen soll. In diesem Fall kann es sein, dass das Bild verschwimmt, bzw. dass auf dem Bild sog. Artefakte ein zwei Zentimeter ums Implantat zu sehen ist. Sollte genau hier der Scan erfolgen, müsste das Implantat vorher möglicherweise rausgenommen werden.
Zusätzlich zu den Sicherheitstests von DangerousThings waren die MythBusters aus den USA so freundlich, in Staffel 5, Episode 19 zu beweisen, dass Mikrochip-Implantate völlig bedenkenlos im MRT sind. Sie haben hier einen 134KHz VeriChip - Transponder sowohl in ein Stück Schwein als auch in Kari Byron eingesetzt und im MRT getestet. Man kann die Bildverzerrung in der Episode sehen. Hier wurde mit 14 Tesla getestet.
Hier ist darüber hinaus ein PubMed-Artikel über die Kompatibilität von RFID-Transpondern mit MRT-Geräten bis zu 3T - Funktionalität von Veterinär-Identifikations-Mikrochips nach Low-Field (0,5 Tesla) und High-Field (3 Tesla) Magnetresonanztomographie. Schließlich gibt es noch einen MRI-Safety-Website-Eintrag für den kommerziellen VeriChip, der zwischen 2004 und 2010 verkauft wurde und dem unsere Transponder ähnlich sind.
Wir wissen von vielen Kunden, dass sie die Frage nach Implantaten verneinen und so der ganzen Aufregung vorbeugen.
7. HERAUSNEHMEN
Da man unsere Mikrochip-Implantate weder sieht noch spürt, gibt es eigentlich keinen Grund sie wieder herauszunehmen. Theoretisch könnte ein Implantat also das ganze Leben im Körper bleiben.
Sollte das Implantat aus welchem Grund auch immer jedoch wieder herausgenommen werden müssen, ist dieses in der Regel problemlos möglich - sollte allerdings auch nur von einem Arzt oder erfahrenen Piercer durchgeführt werden.
Unser Tipp: Nimm vorab ein EMLA-Pflaster (gibt es kostengünstig in jeder Apotheke) und klebe es 2 Stunden vor dem Rausnehmen auf die Haut über dem Implantat. Das betäubt die Haut. Oder alternativ die EMLA-Salbe. Dann das Implantat von unten hochdrücken, so dass nur ein kleiner 1mm Schnitt gemacht werden braucht und das Implantat dann rausgezogen werden kann.
Vermeide das Spritzen von Lidocaine oder anderen betäubenden Flüssigkeiten. Sie lassen die Stelle anschwellen und erschweren das „Finden“ des Implantats.
8. SONSTIGE HINWEISE
Das Einsetzen, die Nutzung und das Entfernen des Implantats erfolgt auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten!
- Alle Implantate werden in der Produktion bzw. vor der Auslieferung getestet – d.h. sie sind technisch vollkommen in Ordnung.
- Die Nutzung (Aktivierung, Programmierung, App-Verknüpfung, Device-Verknüpfung oder die Zuordnung zu einem Benutzerkonto) von Flex-Implantaten, insbesondere deren Programmierung, führt zur Löschung des Widerrufsrechts, da eine technische Prüfung auf vorheriger Nutzung nicht möglich ist.
- Lässt du dir ein Implantat einsetzen, tust du das im Wissen, dass es durch Fahrlässigkeit, Einwirkung von außen (Stöße, Schläge, Magnetismus etc.) oder anderen Quellen aufhören kann zu funktionieren. Nicht zu wissen, warum es „plötzlich“ nicht mehr geht („ich habe nichts gemacht“), stellt keinen Grund auf Schadenersatz dar.
- Dir ist klar, dass RFID-Systeme komplex sind (insb. „Payment“) und Lese- bzw. Kassensysteme mit unterschiedlichen Lesern ausgestattet sind. Nicht alle funktionieren gleich. Es mag sogar Systeme geben, die mit dem Implantat nicht zurechtkommen, da z.B. die Plastikkappe zu dick, und dadurch der Abstand zwischen Antenne vom Implantat und Antenne vom Reader zu groß ist.
- Wir haften ausdrücklich nicht für Kosten, die mit dem Einsetzen, der Nutzung oder dem Entfernen eines Implantats zu tun haben oder deren Folgekosten. Das Einsetzen, Tragen, Nutzen, Entfernen eines Mikrochip-Implantats erfolgt vollständig auf eigenes Risiko.